Die Jahresschau "60 x Deutschland" widmet sich sechzig Jahren deutsch-deutscher Geschichte seit der doppelten Staatsgründung 1949. Jedes Jahr wird in einem viertelstündigen Film zusammengefasst, der wichtige Ereignisse, Debatten und die Atmosphäre eines Jahres wiedergibt. Moderatorin der Jahresschau ist Sandra Maischberger.
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Während das Treffen des Bundeskanzlers mit dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion in New York ein Zeichen der Aussöhnung setzt, erreichen die Schatten des Dritten Reiches die Bundesrepublik. Neben dem Adenauer-Vertrauten und Kommentator der Nürnberger Rassegesetze Hans Globke steht Vertriebenenminister Theodor Oberländer in der Kritik. In der DDR in Abwesenheit als Kriegsverbrecher verurteilt, muss er zurücktreten. Auch im kulturellen Leben wird die Gegenwart der Vergangenheit sichtbar. Die erste Konzerttour Marlene Dietrichs in Deutschland seit 1945 löst neben Jubel auch Schmähungen als „Vaterlandsverräterin“ wegen ihres Einsatzes als Truppenbetreuerin der US-Armee aus. Wolfgang Neuss’ Filmsatire „Wir Kellerkinder“ nimmt die Sehnsucht vieler Deutscher nach einem autoritären „Führer“ aufs Korn. Die gemeinsame deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Rom kann das zunehmende Auseinanderdriften der beiden Teilstaaten nicht überdecken. Anlässlich des „Tags der Heimat“ in West-Berlin behindert die DDR den Interzonenverkehr. Und während die Bundesrepublik zur zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt aufsteigt, leidet die DDR unter dem wachsenden Aderlass an Fachkräften.
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Zuletzt geändert: 23.03.2011