Die Leipziger Demonstrationen im Herbst 1989 sind der Ausgangspunkt für die friedliche Revolution in der DDR. KONTRASTE zeigt die Bilder der demonstrierenden Massen.
KONTRASTE-Beitrag vom Sendung vom 17. Oktober 1989 |
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Seit Anfang der 1980er Jahre waren Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche immer wieder Ausgangspunkt für oppositionelle Demonstrationen. Am 4. September 1989 versuchten Oppositionelle mit Transparenten für Demokratie, Pressefreiheit und offene Grenzen in der Leipziger Innenstadt zu demonstrieren. Das MfS reagierte mit großer Härte und verhängte hohe Ordnungsstrafen. Doch statt Abschreckung wurden dadurch Solidarisierungseffekte bewirkt. Am 25. September 1989 demonstrierten bereits rund 5.000 Menschen ungehindert auf dem Leipziger Ring. Eine Woche später, am 2. Oktober, waren es über 20.000, gegen die die Sicherheitskräfte nun mit Sonderausrüstung brutal vorgingen. Immer mehr herrschte im Land die Angst vor einer "chinesischen Lösung". Als aber am 9. Oktober 1989 trotz massiver Drohungen seitens der SED über 70.000 Menschen auf dem Leipziger Ring laut skandierend demonstrierten, ohne dass der Staat eingriff, war der Bann im ganzen Land gebrochen. Die SED konnte nicht mehr reagieren und ließ ihre bereits in Stellung gebrachten Truppen wieder abziehen.
hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung und RBB
Produktion: 17.10.1989
Redaktion:
Roland Jahn
Kamera:
Aram Radomski,
Siegbert Schefke
© RBB 2005.
Zuletzt geändert: 25.11.2009